Couple_Baphomet

Martyrius' "Keulenflogger" Rezension

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Vorwort

Wir unternahmen eine Skandinavientour und unser erster Zwischenstopp war - wo auch sonst - bei Martyrius. Dieser hatte uns nämlich geschrieben, er hätte da etwas Spezielles und dass wir es gerne mitnehmen können, um das gute Stück mal zu testen.

Mit einem düsteren Grinsen traten wir unsere Reise nun mit 672 Gramm mehr Zuladung an. Wer schon einmal einen Flogger wog, wird feststellen, dass dieses Instrument reichlich Masse besitzt. Zumindest ist es der mit Abstand Schwerste seiner Art, der mir je untergekommen ist.

Da es sich um einen Prototypen handelt, hat er zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keinen Namen. "Morgenstern" war schon vergeben, also nenne ich ihn einfach mal "Keule".

Ja, es ist ein Flogger, aber wenn der Morgenstern-Flogger schon wirklich böse ist, ist der Keulen-Flogger einfach nur martialisch.


links Keule, rechts Morgenstern

Im Vergleich

Auch der Morgenstern ist kopflastig, aber der Keule entfällt mehr als die Hälfte der Masse in die, aus massivem Edelstahl gefertigten, Enden.
Manch einer kennt diese Form aus dem Seil-Bondage-Bereich, um Ukete etwas eindringlicher zu quälen. Jedoch ist die dort verwendete Variante zumeist deutlich leichter.
Auch die Morgenstern-Enden sind aus Edelstahl, aber ebenfalls erheblich masseärmer. Auf das damit verbundene Handling komme ich noch zu sprechen.

Der Unterschied in der "Zielballistik" lässt sich folgendermaßen beschreiben:
Der Morgenstern sägt an der Haut. Sofern man sachgemäß damit umgeht, bleibt der Impact oberflächlich und verursacht dort allerdings recht schnell ein einschneidendes Erlebnis. Ich halte es für unmöglich damit vernünftig zu spielen, ohne dass es blutig wird.
Die Keule reißt gefühlt Fetzen aus der Haut. Sicher, der Arsch von Mrs B ist noch vollständig vorhanden, aber so beschrieb sie mir ihre Wahrnehmung.
Die Spitzen sind tatsächlich auch spitz und dringen selbst bei vorsichtigem Peitschen, getrieben durch die Masse, unweigerlich ins Gewebe ein. Hier entstehen bei frontalem Aufprall zunächst kleine punktuelle Blutaustritte, ähnlich eines Nadelhandschuhs. Allerdings dringt der Impuls tiefer ins Gewebe vor und verursacht dort auch schnell punktuelle Hämatome.
Bei Treffern in einem flacheren Winkel, kratzen die Spitzen regelrecht kleine Furchen in die oberen Hautschichten.

Der Vollständigkeit wegen, möchte ich noch erwähnen, dass man mit den Keulenenden natürlich auch relativ sinnlich über die Haut rollen kann, aber das interessiert euch Perversen vermutlich kaum 😜


Handling

ch denke nicht, dass ich erwähnen muss, dass man keinen der beiden Exemplare wie einen gewöhnlichen Flogger spielen kann.

Nein, man kann sie nicht...
...zum Aufwärmen benutzen.
...durchziehen.
...auf die Nieren brezeln.
...ohne Desinfektion mit einem zweiten Passiven benutzen (ich desinfiziere solche Werkzeuge vor und nach dem Spiel und benutze sie ausschließlich mit der selben Person).

Durch die Kopflastigkeit bieten beide eine relativ stabile Flugbahn. Aber sie benötigen auch unbedingt volle Kontrolle. Die Keule noch mehr, als der Morgenstern. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn auch nur ein abgewichenes Ende deplatziert einschlägt.
Wenn ich auch ein Verfechter davon bin, dass man auch andere Stellen, als den Arsch hauen kann, empfehle ich dies zumindest für die Keule nicht unbedingt. Ein ordentliches Polster aus Muskelgewebe schützt das Sübchen vor ungewollten, tieferen Verletzungen oder gar Frakturen.
Man sollte sich in jedem Fall an die Zielwirkung herantasten - sei es durch "Streifschüsse" oder eben erst einmal so wenig Schlagenergie aufbringen, wie möglich.
Der Aktive sei daran erinnert, dass solch ein martialisches Folterinstrument, neben brachialer Gewalt, auch einen psychologischen Aspekt bietet, der allein schon äußerst reizvoll in das Spiel integriert werden kann.


Fazit

Hard to handle - hard to take.

Definitiv kein Werkzeug für Einsteiger. Das Dosieren der Zielwirkung erfordert Geschick. Mich persönlich reizt das Spiel mit gefährlichen Instrumenten. Man braucht aber auch immer jemanden, der mitmacht ;)
Deshalb meinen großen Respekt an mein geliebtes Sübchen. Ich denke, die meisten Passiva würden entweder schreiend davonrennen oder einem samt Safeword den Vogel zeigen.
Die Verarbeitungsqualität ist - wie man es von Martyrius kennt - edel und hochwertig. Ein optisch schönes, außergewöhnliches Tool, welches gehörig Respekt einflößt und das ich in der Form noch nirgends gesehen habe.

Ihr Fazit umfasst genau drei Worte:
Gefährlich, hart, geil!

Bleibt die Frage an Aktiv, wie Passiv:
Wer traut sich?

Mr B

PS: Spurenbilder reiche ich gerne nach, aber man sehe es mir nach, dass es schwierig wird, aussagekräftige Bilder zu generieren, die ausschließlich mit diesem Instrument gemalt wurden.


Die Kratzspuren und die einzelnen Punkte sind von dem Flogger. Die kreisförmigen Punktgruppen sind von einem Nadelpaddel und Bullwhip, wie Ledeflogger, sind auch noch etwas dabei.
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